Vom Standpunkt der Historiker ist das Leben und besonders die Auferstehung von Jesus ein gut belegtes geschichtliches Ereignis. Hinweise dazu finden sich zum Beispiel bei:

Flavius Josephus
Der jüdische Geschichtsschreiber schreibt in seinen „Jüdischen Altertümern“, wie Jakobus 62 n.Chr. in Jerusalem gesteinigt wurde. Er nennt ihn „den Bruder des sogenannten Christus“. Diese Angabe macht es wahrscheinlich, dass Josephus bereits an einer früheren Stelle von Jesus gesprochen hat und deshalb den Namen und Titel als bekannt voraussetzen kann.

Im 18. Buch dieser Altertümer, dem „Zeugnis des Flavius Josephus“, finden wir einige Worte zu diesem Thema:

„Um diese Zeit lebte Jesus, ein Mann voll Weisheit, wenn man ihn überhaupt einen Mann nennen darf. Er vollbrachte nämlich ganz unglaubliche Dinge und war ein Lehrer der Menschen die gern die Wahrheit aufnehmen; so zog er viele Juden und viele aus dem Griechentum an sich. Dieser war der Christus. Als Pilatus ihn auf die Anzeige der bei uns an der Spitze Stehenden hin mit der Kreuzigung bestraft hatte, hörten diejenigen, die ihn zuerst ins Herz geschlossen hatten, nicht mit ihrer Zuneigung auf. Er erschien ihnen nämlich am dritten Tag wieder lebend, wie die göttlichen Propheten dies und tausend andere wunderbare Dinge von ihm verkündigt hatten. Noch bis jetzt hat der Stamm der Christen, die nach ihm genannt sind, nicht aufgehört.“

Tacitus
Tacitus war römischer Geschichtsschreiber (ca. 55-110 n.Chr.). Dieser hat im Zusammenhang mit dem Brand Roms zur Zeit des Kaisers Nero auch über die Christen geschrieben. Sie wurden vom Kaiser fälschlich als Brandstifter bezeichnet. Er schreibt, dass „der Stifter dieser Sekte, Christus […] unter der Regierung des Tiberius durch den Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden“ ist (Tacitus, Annalen XV,44), also eine genaue Übereinstimmung mit den Aussagen im Neuen Testament.

Sueton
Bei diesem kurz nach Tacitus lebenden Historiker kommen die Anhänger Christi vor: „Mit Todesstrafen wurde gegen die Christen vorgegangen, eine Sekte, die sich einem neuen und gefährlichen Aberglauben ergeben hatte.“ (Biographie über Nero) Außerdem berichtet er in seiner Claudius-Biographie: „Die Juden vertrieb er aus Rom, weil sie, von Chrestus aufgehetzt, fortwährend Unruhe stifteten“ (Claudius 25).