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Religiöse Erziehung findet bei uns auf verschiedenen Ebenen statt. Sie ist ein integrierter Bestandteil unserer Arbeit. Die Kinder erleben unsere Einrichtung als Teil der evangelischen Gemeinde. Es geht uns nicht um das korrekte Nachsprechen von Glaubenssätzen und Bekenntnissen, sondern die Beschäftigung mit religiösen Themen ist für uns ein Teilbereich unserer ganzheitlichen Arbeit. So beten wir zum Beispiel gemeinsam vor dem Essen. Religiöse Erziehung findet sich aber auch wieder in Gesprächen bei Konflikten. Wir möchten in unserer Arbeit den Kindern einen liebenden Gott nahe bringen, der sie annimmt, und ihnen die Angst vor einem strafenden Gott nehmen.

Morgenkreis1-MobilJeden Dienstagmorgen treffen sich alle Kinder und Erzieher im Bewegungsraum zum religiösen Morgenkreis. Er beginnt und endet mit einem religiösen Lied. Dieses Lied bleibt über Monate hinweg gleich und ist den Kindern damit ein vertrautes Ritual. Es wechselt, wenn ein neuer biblischer Zyklus beginnt.

Im Anschluss erarbeiten wir mit den Kindern, unterstützt durch verschiedene Medien wie Kinderbibel, Dias, darstellendes Spiel o.ä. die verschiedenen biblischen Geschichten. Diese stehen immer in einem thematischen Zusammenhang, der sich z.T. aus dem Kirchenjahreslauf ergibt.

Vor Ostern findet der Morgenkreis ca. 2 Wochen lang täglich statt. In dieser Zeit beschäftigen wir uns intensiv mit den Passionsgeschichten.

Geboren wurde diese Idee aus der Erfahrung mit unserer „besinnlichen Adventszeit“. Im Advent findet der Morgenkreis vom ersten Advent bis zum Abschluss des Jahres täglich statt. Wir treffen uns morgens im Kreis und versammeln uns um den Adventskranz. Der Kranz ist dem ersten Adventskranz von Johann Wichern nachgebildet und umfasst Kerzen für jeden einzelnen Tag der Adventszeit.

In dieser Zeit hören und sehen die Kinder Geschichten von der Geburt Jesu, angefangen bei der Verkündigung des Engels an Maria bis zu dem Besuch der drei Weisen an der Krippe. Natürlich vergessen wir in dieser Zeit nicht die Legenden des heiligen Nikolaus. So wichtig uns dieser Kreis ist, so nehmen wir den Kindern doch nicht ihren kindlichen Glauben an den Nikolaus und das Christkind/Weihnachtsmann. Allerdings achten wir darauf, dass wir wirklich eine Adventszeit erleben, das heißt eine ruhige, besinnliche Zeit des Wartens. Es gibt keine Hektik, keine zusätzlichen Aktivitäten, stattdessen Kerzen und Weihnachtslieder.

Der Morgenkreis ist in dieser Zeit die Einstimmung in einen ruhigen Tag.

TravelerAm 3. oder 4. Advent findet dann ein Krippenspiel in der Kirche statt, welches die „Schulkinder“ und einige der jüngeren Kinder über Wochen eingeübt haben.

Die kirchlichen Feste im Jahr bieten Orientierung und haben einen festen Platz im Leben unserer Einrichtung.

Generell möchten wir die Kinder zu rücksichtsvollem und liebevollem Verhalten gegenüber ihren Mitmenschen und allen anderen Lebewesen, sowie der Natur „erziehen“. Sie sollen Gottes Liebe zu allem erfahren.

Dabei geht es auch um Fragen nach Werten für das Zusammenleben.

Christlicher Glaube und Gemeinschaft werden verwirklicht und gelebt, wenn es gelingt, eine Atmosphäre der Geborgenheit und der gegenseitigen Annahme zu schaffen.

Natürlich achten wir die konfessionelle Eigenheit eines jeden Kindes und respektieren sie.